Alignerbehandlung

Moderne Zahnkorrektur mit transparenten Schienen – komfortabel und individuell geplant

Was ist eine Alignerbehandlung?

Eine optisch sehr schöne Lösung für gerade Zähne stellt die Behandlung mit dünnen Schienen, sogenannten Alignern, dar. Nach einem dreidimensionalen, digitalen Abdruck der Zähne (Scan) können durch eine computersimulierte Darstellung der Zähne in ihrer Anfangs- und Endposition Arzt und Patient schon vorab dreidimensional die therapeutisch gewünschte Zahnstellung betrachten und besprechen. Die Aligner werden individuell angefertigt und dem Patienten im Verlauf der Behandlung in mehreren Schritten ausgehändigt. Der Patient muss diese, Tag und Nacht 22 Stunden tragen, lediglich beim Essen und Trinken befinden sich die Schienen nicht im Mund. Somit werden die Zähne nach und nach in die therapeutisch angestrebte Wunschposition gerückt.

Im Anschluss an die Behandlung empfiehlt sich eine Langzeitstabilisierung mittels Retainers, die von hinten an den Frontzähnen befestigt werden und die Zähne wie ein Sicherheitsgurt auf der gewünschten Position halten.

Für wen ist eine Alignerbehandlung geeignet?

Kinder

  • bei frühem Wechselgebiss
  • Aligner meist nur eingeschränkt geeignet
  • Zahnwechsel oft noch nicht abgeschlossen
  • häufig zunächst andere kieferorthopädische Maßnahmen zur Unterstützung der Kieferentwicklung
  •  
  •  

Jugendliche

  • bei späterem Wechselgebiss/ bleibenden Zähnen
  • Behandlung möglich, sobald die meisten bleibenden Zähne vorhanden sind
  • gute Mitarbeit erforderlich
  • tägliche Tragezeit der Aligner entscheidend für den Behandlungserfolg
  •  
  •  

Erwachsene

  • Alignerbehandlung sehr gut geeignet
  • transparente Schienen sind im Alltag und Beruf unauffällig
  • lassen sich gut in den Alltag integrieren
  •  
  •  

Senior:innen

  • Behandlung grundsätzlich ebenfalls möglich
  • Voraussetzung sind gesunde Zähne und ein stabiler Zahnhalteapparat
  • vorherige Untersuchung und individuelle Behandlungsplanung erforderlich
  •  
  •  

Vorteile der Alignerbehandlung

Ablauf der Behandlung

Erstberatung und Diagnostik

Zu Beginn erfolgt eine umfassende kieferorthopädische Untersuchung. Dabei werden Zahn- und Kieferstellung klinisch beurteilt und funktionelle Aspekte berücksichtigt. Ergänzend werden diagnostische Unterlagen wie digitale 3D-Scans, Fotos und – falls erforderlich – Röntgenaufnahmen erstellt.

Auf dieser Grundlage wird geprüft, ob eine Alignerbehandlung medizinisch sinnvoll und geeignet ist.

Digitale Planung und Behandlung

Anschließend wird mit spezieller Software ein individueller Behandlungsplan erstellt. Die gewünschten Zahnbewegungen werden dabei schrittweise digital simuliert und die voraussichtliche Behandlungsdauer festgelegt.

Auf Basis dieser Planung werden maßgefertigte Aligner hergestellt, die etwa 20–22 Stunden täglich getragen und in regelmäßigen Abständen gewechselt werden.

Abschluss und Stabilisierung

Nach der aktiven Behandlungsphase ist die Stabilisierung des Ergebnisses entscheidend. Da sich Zähne wieder verschieben können, werden Retentionsmaßnahmen eingesetzt.

Dazu gehören beispielsweise feste Retainer oder herausnehmbare Retentionsschienen, die die neue Zahnstellung langfristig sichern.

Häufig gestellte Fragen

Aligner sind in fast 100% der Fälle einsetzbar und werden sowohl bei Kindern, Jugendlichen als auch bei Erwachsenen und Senior:innen angewendet, beispielsweise bei Engständen, Zahnlücken oder leichten Bissabweichungen. Ob eine Behandlung möglich und sinnvoll ist, wird im Rahmen einer individuellen kieferorthopädischen Untersuchung entschieden.

Die Behandlungsdauer hängt vom individuellen Ausgangsbefund ab. Leichte Korrekturen können innerhalb weniger Monate erfolgen, komplexere Fälle benötigen entsprechend mehr Zeit. Die genaue Dauer wird nach der diagnostischen Analyse und digitalen Planung festgelegt.

Für einen erfolgreichen Behandlungsverlauf sollten die Schienen in der Regel 20–22 Stunden pro Tag getragen werden. Sie werden nur zum Essen, Trinken (außer Wasser) sowie zur Zahnpflege herausgenommen.

Zu Beginn einer neuen Schienenphase kann ein leichtes Druckgefühl auftreten. Dieses ist in der Regel vorübergehend und zeigt, dass die Zahnbewegung aktiv erfolgt. Starke Schmerzen sind nicht typisch.

Regelmäßige Kontrolltermine sind wichtig, um den Behandlungsfortschritt zu überprüfen. Die Abstände werden individuell festgelegt und liegen meist bei mehreren Wochen.

Bei Erwachsenen werden Alignerbehandlungen in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Private Versicherungen oder Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif einen Teil der Kosten. Eine individuelle Beratung klärt die persönliche Situation.

Nach der aktiven Phase folgt die Retentionsphase. Mithilfe von Retainern oder Retentionsschienen wird das erreichte Behandlungsergebnis langfristig stabilisiert.